„Ton-Spuren“ für Kinder - Ton-Spuren

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„Ton-Spuren“ für Kinder

Habt Ihr schon den Text „Über das Projekt“ gelesen?
Dort erzähle ich, wie ich auf die Idee kam, ein Ausstellungsprojekt über Keramik zu machen und daß mir schon als kleines Mädchen Keramik gefallen hat – besonders die Figur einer Taube. Sie kostete damals nur 40 Deutsche Mark, aber das wäre mein Taschengeld für zwei Jahre gewesen. Das erlaubten meine Eltern nicht und ich durfte die Taube nicht kaufen, aber ich vermisse sie bis heute.
Damit es Euch nicht auch so geht, bat ich einige Töpfer, hübsche kleine Keramiken herzustellen, die
Ihr – als Erinnerung an „Ton-Spuren“ - an der Museumskasse von Eurem Taschengeld kaufen könnt.
Wie gefällt Euch zum Beispiel die Tonpfeife, mit der Mara wie eine Nachtigall zwitschert?



 Mara mit einer „Ochtruper Nachtigall“

Seht mal unter „Home“ auf die Landkarte: 56 Museen zeigen in diesem Jahr etwas zum Thema Ton und Keramik – vom Teemuseum in Norden bis nach Lünen, von Neumünster bis nach Fredelsloh im Solling, von Prenzlau bis nach Leipzig.
Bei den einzelnen Museen lest Ihr, daß sich viele extra etwas Interessantes für Kinder ausgedacht haben,  z.B. in Schwerin, in Letschin an der Oder und im Altonaer Museum in Hamburg mit einer ganzen Etage nur für Kinder, dem „Kinderolymp“. Funde von ungewöhnlichen Tieren entdeckt Ihr zum Beispiel im Museum Bünde und im WOK-Küchenmuseum in Hannover könnt Ihr versteckte Tierchen suchen. Und wieviele Pinguine aus Keramik und Porzellan gibt es wohl im Pinguin-Museum Cuxhaven?
Ihr werdet viele interessante und lustige „Ton-Spuren“ für Ausflüge und Ferienreisen finden!

Wenn Euch bei Euren Entdeckungsreisen etwas besonders gut gefallen hat, könnt Ihr mir gern eine Postkarte, einen Brief oder ein Bild schicken. Schreibt Euren Absender dazu, damit ich mich bei Euch bedanken kann.

Meine Adresse:
Ulrike Steinmetz
Dionysiusstraße 1
34431 Marsberg


 
 

Dieses Bild habe ich von Victoria (7 Jahre) bekommen. Sie hat sich Keramiken des berühmten Töpfers Otto Meier angesehen, in Worpswede in der „Käseglocke“ und im Focke-Museum in Bremen. Otto Meier wäre dieses Jahr 110 Jahre alt geworden, deshalb stellt das Museum in Zeven seine Werke aus.

"Töpfer"-Tiere
Menschen verarbeiten Ton zu Gefäßen und Lehm zu Ziegeln – aber wußtet Ihr, daß auch Tiere diese Werkstoffe benutzen? Man erkennt es schon an ihren Namen: Töpferwespe und Töpfervogel.
Über den kunstvollen Nestbau der Töpfervögel staunte der Leipziger Zoodirektor Ludwig Zukowsky schon vor über 50 Jahren in seinem südamerikanischen Reisebericht „Unterwegs zu Jaguar und Kondor“: Die drosselgroßen Töpfervögel tragen Lehmballen zu einem waagerecht gewachsenen, knorrigen Ast und bauen mithilfe ihrer Schnäbel und Füße aus dem Lehm ein „mannskopfgroßes“ Nest mit zweigeteilter Innenkammer. Stellt Euch mal vor, daß wir mit Mund und Füßen unser Zimmer bauen sollten – da bewundern wir die Leistung dieser Tiere umso mehr!

Scherzfrage
Zum Thema Töpfern und Keramik gibt es etliche Witze und Scherzfragen, z. B. „Wer war der erste Töpfer? Gott, denn er schuf aus Lehm den ersten Menschen.“ Dazu gibt es auf unserer Seite „Postkasten“ eine witzige Zeichnung zu sehen.

Die "Höhlenkinder"
In einigen (Kinder-)Büchern wird anhand einer Abenteuergeschichte über die technischen Erfindungen der Menschheit erzählt, z. B. wenn Kinder in einem einsamen Bergtal eingeschlossen sind und sich mühselig dort ihr Leben einrichten müssen. Sie flechten Körbe, basteln Werkzeuge und irgendwann entdecken sie, daß man aus Lehmklumpen Gefäße herstellen kann. Das könnt Ihr z. B. in „Die Höhlenkinder im Heimlichen Grund“ von A. Sonnleitner nachlesen – das Buch haben schon Eure Großeltern in ihrer Kinderzeit lesen können. Es wurde immer wieder neu aufgelegt und ist in vielen Büchereien zu finden.

"Robinson Crusoe"
Wie es einem geht, wenn man auf eine einsame Insel verschlagen wird, kann man aus „Robinson Crusoe“ erfahren. Diesen Roman mit wahrem Hintergrund (Robinsons Vater war ein Kaufmann aus Bremen, und Robinsons Kokosnuß-Trinkbecher konnte man grade im Übersee-Museum Bremen bestaunen) hat Daniel Defoe schon vor 300 Jahren geschrieben und läßt Robinson berichten: „Wenn ich nur irgendwelchen geeigneten Ton fände, daraus die gewünschten Töpfe formen zu können!“
Nachdem er Ton gefunden hat, gelingen ihm nach einiger Übung Töpfe, Krüge und Schüsselchen, die er in der Sonne trocknen läßt. Durch Zufall entdeckt er das Brennen im Feuer und schreibt: „ Noch nie hat sich wohl jemand über eine unbedeutende Sache so sehr gefreut wie ich, nachdem mir ein feuerfester irdener Topf gelungen war.“
Daniel Defoe schrieb „Robinson Crusoe“ im Jahr 1719.
Das könnt Ihr nachlesen und selber ausprobieren. Viele „Ton-Spuren“-Museen bieten in Zusammenarbeit mit Töpferwerkstätten Kurse zum Töpfern an – fragt einfach nach, wenn es Euch interessiert. Gern könnt Ihr dann ein Bild Eurer Keramiken schicken!

Lest Ihr gern?
Das Töpfermuseum Duingen empfiehlt Euch das Lese- und Bilderbuch „Maries Töpferreise: Erlebnisse einer Töpferfamilie aus dem Pottland um 1780 während einer Handelsreise nach Danzig“.
Die zehnjährige Marie wohnt mit ihrer Familie im „Pottland“, der Region zwischen Duingen, Springe und Bad Münder, die vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert die wichtigste Töpferregion in Norddeutschland war. Dort wurde in vielen Töpfereien hochwertige, oft reich verzierte Keramik hergestellt, die bis nach Russland, Amerika und in die Karibik verkauft wurde.
Marie begleitet ihre Eltern auf der beschwerlichen Reise in die Hansestadt Danzig. Auf zwei Pferdewagen wird das Steinzeuggeschirr aus der väterlichen Werkstatt transportiert, um es an der Ostsee zu verkaufen.
Die Autorin des Buches über Maries Erlebnisse heißt Elvira Reck. Die Bilder des Illustrators Martin Türk machen die Geschichte so anschaulich, daß man sie auch ohne Lesen zu können versteht.
Ihr könnt das Buch in jeder Buchhandlung oder direkt im Töpfermuseum Duingen bekommen (siehe Museen & Galerien von A – Z).

Ton scheint nicht nur ein gutes Material zur Herstellung aller möglicher Gefäße zu sein, sondern
auch für Scherzfragen und Witze:
Kennt Ihr eine musikalische Bodenart? Den Ton.
Ein getöpfertes Steiggerät? Die Tonleiter.
„Was machen Sie beruflich?“ „Ich bin Tontechniker.“ „Wie schön, ich habe auch mal getöpfert.“
 
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